Am 20. August findet in Rostock unter Vorsitz der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig die jährliche Konferenz Norddeutschland (KND) statt.
Das WindEnergy Network (WEN) fordert, in diesem Rahmen auch die geplanten Änderungen der Bundesregierung bei Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) und Netzanschlusspaket zu thematisieren. Die Wirtschaft der Erneuerbaren Energien ist für die norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein von herausragender Bedeutung. Sie tragen damit wesentlich zur regionalen Wertschöpfung bei. Da jeder zweite Job der 436.000 Beschäftigten in der Branche unmittelbar an die Höhe der Investitionen gekoppelt ist, bergen die aktuellen Novellen das Potenzial, den Windenergieausbau bundesweit auszubremsen – mit allen dann folgenden negativen Begleiterscheinungen für Investitionen und Beschäftigung sowie den Wirtschaftsstandort Deutschland.
„Wir fordern die teilnehmenden Regierungschefs auf, gemeinsam auf die Bundesregierung einzuwirken und die geplanten Regelungen so nachzubessern, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht ausgebremst wird. Die Rekordinvestitionen von 37,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr müssen ihre Fortsetzung finden. Besonders auch in Mecklenburg-Vorpommern stellt die Windenergie mit über 8.000 Arbeitsplätzen einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar“, so Robert Vogt, Vorstand des WindEnergy Network.
Aus Sicht des WEN sind insbesondere drei Punkte entscheidend:
Windenergienutzung und maritime Industrie sind kennzeichnend für Mecklenburg-Vorpommern.
Die Windenergienutzung ist ein wichtiger wirtschaftlicher und beschäftigungspolitischer Wachstumskern. Aktuell produzieren 1.851 Onshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 4.125 MW in dem nordöstlichen Bundesland grünen, nachhaltigen elektrischen Strom. In der deutschen Ostsee liefern die fünf Windparks EnBW Baltic 1 und 2, Wikinger, Arkona, Arcadis Ost 1 und Baltic Eagle – mit insgesamt 309 Anlagen – und einer Gesamtleistung von 1.831 MW - Strom für über 1.000.000 Haushalte. Ein weiterer Offshore-Windpark wie Windanker ist in der konkreten Umsetzung. Die Fertigung von Komponenten und der Service für die mehr als 2.100 Windenergieanlagen sorgen lokal für viele Dauerarbeitsplätze im Land. Gleichwohl sind weitere Investitionen notwendig, wenn das nordöstliche Bundesland einen Anteil von 6,5 Prozent an der nationalen Stromerzeugung bereitstellen will.