Nordöstlich der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern laufen die Installationsarbeiten für den fünften Windpark in diesem Seegebiet auf Hochtouren. In Abstimmung mit dem Windparkbetreiber Iberdrola hat 50Hertz die letzten Inbetriebnahmetests erfolgreich beendet, sodass bereits ein Großteil von insgesamt 21 Windrädern über die Offshore-Plattform OSS Jasmund, eine rund 100 Kilometer lange See- und Landkabelverbindung und das neue Umspannwerk Stilow bei Greifswald Strom in das deutsche Höchstspannungsnetz einspeisen. Der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Wolfgang Blank, hat sich in der vergangenen Woche auf Einladung von 50Hertz vor Ort über den Stand der Installationsarbeiten informiert.
Stefan Kapferer, CEO von 50Hertz: “50Hertz liefert pünktlich und zuverlässig. Weniger als zweieinhalb Jahre nach dem letzten Planfeststellungsbeschluss startet Ostwind 3 demnächst in den Regelbetrieb. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit bei den zuständigen Behörden auf Landes- und Bundesebene, unseren Lieferanten in Deutschland und Europa sowie unserem Partner Iberdrola. Mit dem gleichen Anspruch an Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit gehen wir unsere weiteren Offshore-Projekte in Ost- und Nordsee an. Dazu gehören das deutsch-dänische Gemeinschaftsprojekt Bornholm Energy Island, das wir gemeinsam mit Energinet als hybriden Interkonnektor mit einem Stromdrehkreuz auf Bornholm verwirklichen wollen. Und es gilt auch für unsere zukünftigen Netzanbindungssysteme in der Nordsee, für die wir durch die Vergabe eines Großauftrages an die Neptun/Meyer-Werft in Rostock-Warnemünde ebenfalls bereits einen weiteren wichtigen Grundstein gelegt haben.“
Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: „Der erfolgreiche Start von ‚Ostwind 3‘ ist ein großer Schritt für die Energiewende in der Ostsee und für M-V. Der Ausbau der Offshore-Windenergie ist eine große wirtschaftliche Chance für unser Land: Er schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze entlang der gesamten Kette – von unseren Häfen über die maritime Industrie bis hin zu Betrieb und Wartung. Dass 50Hertz seinen Offshore-Standort in Rostock-Warnemünde weiter ausbaut und zugleich große Komponenten für die Offshore-Energiewende künftig in Rostock gefertigt werden, zeigt ganz konkret, wie unser Land vom Ausbau der erneuerbaren Energien profitiert.“
Das Netzanbindungssystem Ostwind 3 hat eine Übertragungsleistung von 300 Megawatt (MW) und kann rechnerisch rund 300.000 Haushalte mit Strom versorgen. Der verbindliche Fertigstellungstermin ist Ende September. Für 50Hertz ist es nach Ostwind 1 (Windparks Wikinger und Arkona) und Ostwind 2 (Windparks Baltic Eagle und Arcadis Ost 1) der dritte Offshore-Netzanschluss im Cluster nordöstlich Rügen. Damit steht dort insgesamt eine Anschlussleistung von rund 1.800 MW zur Verfügung. Für ein weiteres Projekt, Ostwind 4, sind die Planungen und das Genehmigungsverfahren angelaufen und wesentliche Komponenten wie Kabel und Konverter beauftragt worden und in der Fertigung. Der Baustart für dieses erste Gleichstromprojekt in der deutschen Ostsee soll 2027 erfolgen. Vor der Küste des Darß kommt 50Hertz mit den Arbeiten am Netzanschlussprojekt OST-6-1 für den Windpark Gennaker mit rund 900 MW Leistung ebenfalls gut voran. Dort laufen die Arbeiten an der Landtrasse zwischen dem Anlandungspunkt Dierhagen und dem neuen Umspannwerk Gnewitz auf Hochtouren. Noch in diesem Herbst sollen die beiden Offshore-Plattformen OSS Zingst und OSS Darß auf See installiert werden.