Die Demontage des Messmast-Fundaments des Offshore-Windparks Arkona wurde erfolgreich abgeschlossen. Alle geplanten Arbeitspakete wurden präzise und unter Einhaltung höchster Sicherheits- und Qualitätsstandards umgesetzt. Das Projekt stellt einen wichtigen Meilenstein im Management und der kontrollierten Außerbetriebnahme von Offshore-Infrastruktur dar.
Das Konsortium aus N-Sea und Scaldis Salvage & Marine Contractors NV sowie deren Subunternehmer TASK Engineering GmbH haben die Vorbereitung und Durchführung der Demontage des Messmast-Fundaments in der deutschen Ostsee verantwortet.
Der Offshore-Windpark Arkona, rund 35 Kilometer nordöstlich der Insel Rügen gelegen, verfügt über eine installierte Leistung von 385 Megawatt und wird von RWE im Auftrag seiner Partner betrieben.
Der Messmast lieferte fast 15 Jahre lang wertvolle meteorologische und ozeanografische Daten für den Windpark Arkona. Nachdem der Gittermast bereits demontiert wurde, wurde nun auch die Fundamentstruktur sorgfältig und nachhaltig außer Betrieb genommen. Das Fundament war etwa 30 Meter hoch, stand in einer Wassertiefe von rund 24 Metern und wog mehr als 2.500 Tonnen.
Alle demontierten Komponenten wurden getrennt sortiert und verarbeitet – Stahl und Beton recycelt, elektronische Bauteile umweltgerecht entsorgt. Sämtliche Arbeitsschritte wurden in Übereinstimmung mit höchsten Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätsanforderungen durchgeführt.
Henrik de Wit, Projektmanager von N-Sea, sagte: „Wir sind stolz darauf, Teil dieses Projekts gewesen zu sein – mit einem Team aus Fachleuten, die jeweils ihre spezifischen Kompetenzen eingebracht haben und so den Projekterfolg möglich machten. Unser Dank gilt auch dem Betriebsteam des Offshore-Windparks Arkona für die professionelle und konstruktive Zusammenarbeit.“
„Das Projekt zur Demontage des Arkona Messmast-Fundaments hat gezeigt, wie technisches Know-how, Präzision und Teamarbeit ineinandergreifen“, ergänzte Koen Roels, Projektmanager bei Scaldis. „Gemeinsam mit TASK Engineering konnten wir sicherstellen, dass die Demontage nachhaltig ausgeführt wurde.“
Stefan Lindberg, Geschäftsführer der TASK Engineering GmbH, sagte: „Nachhaltige Offshore-Windprojekte enden nicht mit der letzten Kilowattstunde – im Gegenteil: Sie schließen sich, wie in diesem Fall, zu einem vollständigen Kreislauf. Von der Installation bis zur Außerbetriebnahme betrachten wir jedes Projekt ganzheitlich.“
Morten Lund, Geschäftsführer der Mukran Port Terminals GmbH, betonte:
„Die Demontage des Messmast-Fundaments im Windpark Arkona hat gezeigt, dass der Hafen Mukran nicht nur Ausgangspunkt für Offshore-Bauprojekte ist, sondern auch eine Schlüsselrolle beim Rückbau und Recycling komplexer Offshore-Strukturen spielt. Das stärkt die Position des Standorts als zentrales Logistikdrehkreuz für die deutsche Offshore-Windindustrie weiter.“
N-Sea und Scaldis verantworteten den gesamten Projektumfang – von der ingenieurtechnischen Planung über die Vorbereitungen der Arbeiten auf See, das Heben der Struktur, den Transport bis hin zur Demontage und nachhaltigen Entsorgung an Land.
Als Konsortialführer übernahm N-Sea das Gesamtprojektmanagement, die Voruntersuchung unter Wasser sowie die Vorbereitung zur Entfernung des Fundaments auf See. Dazu gehörten sämtliche Unterwasserarbeiten die Installation der schweren Hebeschlingen samt Führungssystem sowie das Anschlagen des Rigging. Für diese Arbeiten setzte N-Sea das Taucherstützschiff DSV Aquarius-G ein.
Für das Heben und den Transport auf See setzte Scaldis das Schwerlastschiff Gulliver ein, das Lasten bis zu 4.000 Tonnen heben kann. Die Gulliver hob das Fundament an und sicherte es für den Transport. Alle Offshore-Arbeiten erforderten präzise technische Planung und eine reibungslose Koordination zwischen den Teams an Land und auf See. Die Arbeiten wurden innerhalb eines eng definierten Wetterfensters durchgeführt, um maximale Sicherheit, Effizienz und Umweltkonformität zu gewährleisten.
Nach Abschluss der Offshore-Arbeiten wurde die Struktur mit der Gulliver zum Hafen Mukran transportiert. Dort übernahm TASK Engineering als Subunternehmer von Scaldis die technische Koordination, die Überwachung im Hinblick auf Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Qualität, die Demontage und das Materialrecycling.
Unterstützt wurde das Projekt durch die Fährhafen Sassnitz GmbH und die Mukran Port Terminals GmbH (MPT), die Logistik, Flächenbereitstellung und Infrastrukturmaßnahmen koordinierten. Der Hafen Mukran übernahm dabei die zentrale logistische Rolle. Als auf Offshore-Projekte spezialisierter Terminal bot er die notwendige Infrastruktur für Annahme, Zwischenlagerung und Handling großformatiger Komponenten. Seine Schwerlastflächen, der direkte Tiefwasserzugang und die Nähe zu Offshore-Windparks in der Ostsee machten Mukran zum idealen Standort für anspruchsvolle Demontagelogistik.






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