| Im Rahmen des zukünftigen Ausbaus der Offshore Windenergie werden die Distanzen zwischen Land und den Offshore-Installationen der Windparkbetreiber und der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zunehmen. | ![]() |
Dies führt dazu, dass Rettungszeiten verlängert werden und dass landgestützte Helicopter Emergency Medical Services (HEMS) immer längere Flugzeiten bis zur verletzten oder erkrankten Person benötigen. Ab voraussichtlich 2032 werden bei unveränderten Rahmenbedingungen (insbesondere HEMS-Standorte und genutzte Helikoptermuster) die im Konzept zur unverzüglichen Rettung und medizinischen Versorgung von Beschäftigten in der Offshore-Windindustrie (das so genannte Schutzzielepapier) genannten 60 Minuten (tagsüber) bis zum Eintreffen des HEMS überschritten werden. Des Weiteren wird die Transportzeit vom Ort der Erkrankung bzw. des Unfalls zu einem Krankenhaus ansteigen. Es ist also mit einer zum Teil deutlich längeren Prähospitalzeit zu rechnen.
Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH, Amprion GmbH und TenneT TSO GmbH möchten systematisch Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Rettungsinfrastruktur ab 2032 in der gesamten deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) für die Offshore-Windindustrie erarbeiten und bewerten lassen.
Die holistische Untersuchung der gesamten Rettungskette soll sowohl die Möglichkeiten zur Verringerung der Prähospitalzeit untersuchen als auch Innovationen im medizinischen Bereich, die die präklinische Versorgung deutlich verbessern können, einbeziehen. Diese Arbeiten sollen im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie durchgeführt werden.
Zielsetzung der Studie ist die systematische und holistische Ausarbeitung und Evaluation von Lösungsansätzen für eine zukunftsfähige Rettungskette für die Offshore-Windindustrie und ÜNBs in der deutschen AWZ der Nordsee ab 2032.
Ein wichtiger Schritt für unser Projekt: Die Umfrage zur Offshore-Gesundheitsversorgung ist offiziell gestartet. Wir laden alle Offshore-Beschäftigten (aktiv/ehemalig) sowie das begleitende medizinische Fachpersonal herzlich ein, ihre Erfahrungen zu teilen.
Eine Teilnahme ist unter diesem Link möglich:
https://umfrage.offis.de/index.php/579453?lang=de
Universität Oldenburg
Die Carl von Ossietzky Universität wurde 1973 gegründet. Damit gehört sie zu den jungen Hochschulen Deutschlands. Ihr Ziel ist es, Antworten zu finden auf die großen Fragen der Gesellschaft im 21. Jahrhundert – mit interdisziplinärer Spitzenforschung und Lehre. Die Forschenden und das Personal der Verwaltung arbeiten Hand in Hand und fachübergreifend zusammen. Viele sind in die Forschung eingebunden – beispielsweise in Sonderforschungsbereiche, Forschergruppen, europäische Projekte oder den Exzellenzcluster. Die Universität arbeitet eng mit mehr als 200 Hochschulen weltweit zusammen. Außerdem ist sie mit außeruniversitären Institutionen in Forschung, Bildung, Kultur und Wirtschaft verbunden. Der Forschungsstandort wird zusätzlich gestärkt durch die Ansiedlung des Helmholtz-Instituts für Funktionelle Marine Biodiversität, eine Max-Planck-Forschernachwuchsgruppe und drei Fraunhofer-Arbeitsgruppen. Hinzu kommt ein Virtuelles Helmholtz-Institut. Rund 16.000 Studierende bereitet die Universität auf das Berufsleben vor. Das Spektrum reicht von den Geistes- und Kulturwissenschaften über die Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften bis hin zu Mathematik, Informatik, den Naturwissenschaften und der Medizin.
Klinikum Oldenburg (Projektkoordinator)
Die Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (AINS) am Klinikum Oldenburg ist unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Simon T. Schäfer ein führendes Zentrum für perioperative Betreuung, Notfall- und Intensivversorgung sowie Schmerztherapie. Mit über 95 Ärzt:innen und rund 170 pflegerischen und nicht-ärztlichen Mitarbeitenden deckt sie das gesamte Spektrum dieser vier Fachbereiche ab. Sie verfügt über modernste apparative Ausstattung, betreibt zwei Intensivstationen plus eine IMC-Einheit mit etwa 42 Beatmungsplätzen und bietet Leistungen wie postoperative und chronische Schmerztherapie, Notfallversorgung und Telemedizin.
OFFIS e.V.
OFFIS ist ein 1991 gegründetes, international ausgerichtetes Forschungs- und Entwicklungsinstitut für ausgewählte Informatik-Technologien und praxisrelevante IT-Forschungsbereiche. In durchschnittlich 70 laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten leistet OFFIS mit seinen rund 300 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Forschung und prototypische Entwicklungsarbeit auf höchstem internationalem Niveau in den Bereichen Energie, Gesundheit, Produktion und Verkehr.
HTM Helicopter Travel Munich GmbH (HTM)
HTM wurde 1997 aus der Überzeugung heraus gegründet, dass Hubschrauberflüge schneller und effizienter durchgeführt werden sollten – bei gleichbleibend hoher Qualität. Kurz nach Beginn des Rettungshubschrauberbetriebs wurde Intercopter 2003 als Wartungsunternehmen gegründet. Im Jahr 2018 kamen mit der Gründung von AAD (Part 21J Development Company) die Entwicklung und Zertifizierung von Luftfahrzeugen und Komponenten hinzu. Ein Jahr später erhielt Intercopter dann die weitere Zulassung als Fertigungsbetrieb.Die Einhaltung hoher Qualitätsstandards hat für uns oberste Priorität. Dazu setzen wir modernste Hubschrauber und neueste Technologie ein. Luftfahrtexperten bringen ihre langjährige Erfahrung ein. Auf diese Weise decken wir unsere vier Schlüsselbranchen ab. Heute ist die HTM-Gruppe eines der führenden Hubschrauberunternehmen in Deutschland.
Die Standorte von HTM erstrecken sich von Österreich über München bis hin zur norddeutschen Küste und nach Frankreich. So sind wir für unsere Kunden in ganz Deutschland und Frankreich bestmöglich erreichbar.Die Flotte umfasst Hubschrauber der Typen H145, EC135 und H125. Der Betrieb ist von der EASA für SPA.HOFO, SPA.HHO, SPO HESLO, SPA HEMS und den Transport gefährlicher Güter zugelassen.Unsere ATO (Approved Training Organization) ist in der Lage, alle Ausbildungen vom Anfänger bis zum professionellen Berufspiloten anzubieten. Alle Ausbildungseinrichtungen sind von der EASA zugelassen und beinhalten den Einsatz unseres eigenen Flugsimulators.
WAB e.V. (WAB)
Die WAB wurde 2002 gegründet und umfasst rund 220 kleinere und größere Unternehmen sowie Institute aus allen Bereichen der Windindustrie, der maritimen Wirtschaft sowie der Forschung. Die WAB e.V. unterstützt die Realisierung wachsender, vollständiger und kosteneffizienter Wertschöpfungsketten in der Offshore-Windindustrie und der Onshore-Windindustrie. Die WAB engagiert sich für den entstehenden Markt des „grünen“ Wasserstoffs in Deutschland und anderen Regionen. Der Windindustrie- und Wasserstoffverband WAB e.V. unterstützt als Stimme der Wertschöpfungskette Ausbauziele, die es uns ermöglichen, mit grüner Energie aus Elektronen und Moleküle schnell Klimaneutralität zu erreichen. Wir vertreten durch unsere Mitglieder rund 160.000 Fachleute.
WindEnergy Network e. V.
Der WindEnergy Network e.V. ist das führende Unternehmensnetzwerk für Windenergie in der Nordost-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Onshore- und Offshore-Windenergiebranche in Deutschland.
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) vereint rund 15.000 Ärztinnen und Ärzte, Angehörige der Gesundheitsfachberufe sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in den fünf Fachbereichen der Anästhesiologie, Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerzmedizin und Palliativmedizin, tätig sind. Gemeinsam stehen sie durch Forschung, Lehre und im täglichen Einsatz für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Anästhesiologie mit dem Ziel bestmöglicher Patientenversorgung und Patientensicherheit. 365 Tage im Jahr und 24 Stunden rund um die Uhr.
Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed)
Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) versteht sich als Forum für Kommunikation, Diskussion und Interessenvertretung in der Telemedizin in Deutschland und Europa. Patientenorientierung und Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern, Gesundheitsdienstleistungs- und Medizintechnikunternehmen, Verbänden und Vereinigungen gehören zum Grundverständnis ihres Handelns. In ihrem Netzwerk vielfältiger Akteur:innen engagiert sich die DGTelemed für eine optimale , digital-unterstützte Gesundheitsversorgung. Sie nutzt ihr Know-how, um das Bewusstsein für die vielfältigen Möglichkeiten der Telemedizin in Versorgung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu wecken. Dabei bietet sich u. a. fachliche Beratung zu allen Themen rund um Telemedizin (z. B. telemedizinische Vernetzung, Telemonitoring). Ein wichtiger Baustein der DGTelemed-Aktivitäten ist darüber hinaus eine umfassende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehört ganz wesentlich die Konzipierung und Umsetzung diverser Fachveranstaltungen (z. B. Nationaler Fachkongress Telemedizin und das Hospital of the Future auf der MEDICA), die als Plattform für den Austausch zu telemedizinischen Themen genutzt werden.
Medical Offshore Support GmbH (MOS)
Die Medical Offshore Support organisiert die medizinische und rettungstechnische Versorgung im Offshore-Bereich und stellt entsprechendes Personal und Material zur Verfügung. Ergänzend bietet sie Environment-spezifische medizinische Aus- und Fortbildung an. Gerade im Offshore-Bereich, wo schwere Unfälle zum Glück sehr selten sind, sollte trotzdem regelmäßig mit dem vorhandenen Equipment trainiert werden. Gemeinsam mit den Partnern der Medical Offshore Support GmbH & Co. KG werden Rettungskonzepte erstellt und evaluiert und HSEQ Aufgaben übernommen.
Nordzee Helikopters Vlaanderen (NHV)
NHV ist in ganz Europa und Westafrika vertreten. Wir sind führend im Bereich spezialisierter Drehflügler- und Drittanbieterlösungen. Unser professionelles Team ist von mehreren Standorten auf zwei Kontinenten aus tätig und hat sich der Exzellenz verschrieben. Der Schwerpunkt von NHV liegt auf der Energieerzeugungsindustrie, mit besonderem Fokus auf dem dynamischen Sektor der erneuerbaren Energien. Ergänzt werden unsere Kernleistungen durch maritime Lösungen, darunter präzisionsorientierte Hafenlotsendienste. NHV ist über den traditionellen Hubschrauberbetrieb hinaus eine akkreditierte Ausbildungsorganisation (Part 147 und ATO). Damit fördern wir die Entwicklung von Luftfahrtausbildung und Fachwissen.
Darüber hinaus zeigt sich unser Engagement für exzellenten Service nicht nur in der Unterstützung unserer eigenen Flotte, sondern auch in der Bereitstellung von Wartungsdienstleistungen für Dritte für einen vielfältigen Kundenkreis aus dem zivilen und militärischen Bereich. Dieses umfassende Angebot an Wartungs-, Reparatur- und Überholungslösungen (MRO) setzt Maßstäbe in der Branche. Unsere Flotte umfasst etwa 35 hochwertige Hubschrauber, die Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit bei jedem Einsatz gewährleisten. Mit seinem Fokus auf Präzision, Sicherheit und Innovation ist NHV Ihr zuverlässiger Partner in der Luft und bietet Ihnen unvergleichliche Professionalität und Leistung.




